Forschung & Wissenschaft

Verschiedene Wege im Change Management

Neun Jahre lang koordinierte ich u.a. die Zusammenarbeit von 19 Organisationen und kompetenzübergreifenden Teams eines europäischen Netzwerks. Gemeinsam erarbeiteten wir Lösungen für Krisen-Situationen und -Szenarien. Dafür etablierten wir neue Formen der Zusammenarbeit und erleichterten unsere grenzübergreifende Kooperation durch digitale Tools.

Seit meinem MBA in Change Management an der Hochschule für Wirtschaft und Recht beschäftige ich mich auch auf akademischem Weg, wie Veränderung nachhaltig gelingt und was Führung damit zu tun hat.

lch​​ freue mich, Euch auf dieser Seite in Kürze meine neuesten Erkentnisse zu diesen Führungsfragen zu teilen.

Weil ich an eine Welt glaube, in der jeder sein Potenzial im Sinne des "Do no harm" Prinzips entfaltet. Eine Welt, in der wir unsere Stärke dafür einsetzen, dass der Mensch nicht grenzenlos wächst, sondern sich nachhaltig weiterentwickelt. In diesem Sinne forsche ich dazu, wie genau das den Menschen gelingen kann.

Ein wesentlicher Schlüssel, den ich dazu identifiziere, ist die Führung bzw. Selbstführung sowohl auf individueller Ebene als auch in der Zusammenarbeit. Wenn jeder im Stande ist, sich selbst zu führen – d.h. seine Emotionen wahrzunehmen, einzuordnen und in eine sinnorientierte Richtung zu lenken – erschaffen wir genau diese Welt, von der ich spreche.

Aber wie genau meistern wir diese anspruchsvolle, komplexe Aufgabe? Wie schaffen wir es, möglichst viele ebenso in die eigene Selbstführung zu bringen? Das heißt, nicht einfach viele Follower zu kreieren, wie es in der Instagram- und social Media Welt immer stärker praktiziert wird, sondern den Mindful Leader in jedem von uns zu entfalten?

Um diesen Fragen gerecht zu werden, ziehe ich theoretische Modelle heran und teste diese auf ungewöhnliche Weise in der Praxis, wie zum Beispiel mit internationalen Master Student*innen, die ich auf einer virtuell konzipierten „Leadership Skills und Development"-Reise im Master „Business Management“ (Schwerpunkt Renewable Energy & Climate Finance) begleite.

In der Praxis nutze ich vor Ort auf Gut Piesing ganz besondere Methoden, um Menschen nachhaltig in die Selbstführung zu begleiten. Eine dieser Maßnahmen ist zum Beispiel das pferdegestützte Coaching. Als Mitglied des internationalen Netzwerks EAHAE (European Association for Horse Assisted Education) forsche ich zurzeit u.a. mit meinen Kolleg*innen aus Schweden, Israel, Indien und Rumänien zu kollegialer und situativer Führung.

Fragen, die dabei eine wichtige Rolle spielen sind beispielsweise:

  • Was ist Führung in unserer heutigen Zeit?
  • Welche Bedeutung hat Führung für das Gelingen von Veränderungsprozessen?
  • Wie können Menschen in ihr volles Leadership Potenzial kommen?
  • Welche Bedeutung hat Führung für die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN?

In einer Studie mit MBM Studenten habe ich mit Prof. Dr. Martina Eberl an der HWR zudem in einem Forschungspiloten kürzlich folgende Forschungsthesen vertieft:

  • Kollegiale Führung steigert die kollektive Intelligenz
  • Kollegiale Führung steigert die Zufriedenheit der Mitarbeiter
  • Spezifische Impulse durch pferdegestütztes Coaching befördern die nachhaltige Etablierung kollegialer Führung